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Amtssitzwechsel 2026 - MITTEN UNTER EUCH.

Erzbischof Bentz eine Woche mitten in der Region · Witten, Hagen, Herne und Umgebung · 21.–27. September 2026

 

© Hans Blossey / luftbild-blossey.de
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Zum Impuls

© Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
25.09.2026

„Sag niemals: Das wird nichts!“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz besucht das Agnesheim Funckenhausen in Hagen. Beim Schwarzlicht-Minigolf erlebt er Jugendliche, die einander Mut machen – und erfuhr, wie die Kinder- und Jugendhilfe sie auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben begleitet.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Wie viele Freunde hat ein Erzbischof? Und wie hält er Kontakt zu Gott?

Beim Besuch der katholischen Grundschule in Herne im Rahmen seines Amtssitzwechsels stellte sich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz den Fragen der Kinder. Mit Eltern und Lehrkräften sprach er über das katholische Profil ihrer Schule.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
23.09.2026

„Wir wollen Zukunft und wir haben eine Zukunft“

Neue Energie in unsicheren Zeiten - Erzbischof Bentz beim Amtssitzwechsel im Austausch mit Industrie, Schülern und Engagierten
Leonie Jedicke mit der Enzyklika Laudato Si' © Sonja Funke / Erzbistum Paderborn
Leonie Jedicke mit der Enzyklika Laudato Si'
22.09.2026

Franz von Assisi im Heute: Glauben draußen erlebbar machen

Leonie Jedicke möchte Menschen mitten in der Natur mit dem Glauben in Berührung bringen. Die Dekanatsreferentin im Dekanat Waldeck sieht in der Schöpfungspastoral eine große Chance. Ein Beitrag unserer Serie "800 Jahre Franz von Assisi".
© Sonja Funke / Erzbistum Paderborn
18.09.2026

Mysterienspiele Kleinenberg: Ganz viel Menschliches trifft auf ganz viel Göttliches

Mitgehen und über acht Szenen das Leben Marias und Jesu erspüren, das ermöglichen die Mysterienspiele in Kleinenberg. Wie kleine Details und große Bilder den Glauben erfahrbar machen. Eine Reportage.
© Sonja Funke / Erzbistum Paderborn
18.09.2026

Besucherin der Mysterienspiele: „Es ist ergreifend, das zu erleben!“

"Es ist ein Privileg, die Kleinenberger Mysterienspiele zu organisieren", sagt Nina-Maria Mehring. Im Video erzählen die Leiterin der Spiele sowie Darstellende und Besucherinnen, was sie besonders bewegt.

Unsere Nachrichten

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
25.09.2026

„Wir wollen die Zukunft dieser Region mitgestalten“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zieht erste Bilanz seines „Amtssitzwechsels“ in die Region mit den Städten Witten, Wetter, Hagen, Castrop-Rauxel, Herdecke und Herne / Begegnungen bestärken den Paderborner Erzbischof, Engagement vor Ort zu fördern und neue Wege im Glauben zu ermöglichen
© Mariengymnasium Arnsberg
25.09.2026

Mit Nachhaltigkeit in die Zukunft gehen

Klimagerechter Erweiterungsbau am Mariengymnasium Arnsberg eingeweiht / Begrüßung des neuen Schulleiters OStD i. E. Andreas Thiemann
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Gemeinsam Verantwortung für die Region übernehmen

Während seines Dialog- und Begegnungsformats „Amtssitzwechsel“ hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in Witten mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren kommunalen Verantwortlichen über gemeinsame Zukunftsaufgaben im Westen des Erzbistums Paderborn gesprochen.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.09.2026

Was eine Kirche in der Minderheit stark macht

Im Westen des Erzbistums sprechen am dritten Abend des Amtssitzwechsels Engagierte und Bischöfe darüber, was die Kirche hier von der Diaspora lernen kann.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
23.09.2026

„Jede selbstlose Tat verbessert diese Welt“

Erzbischof Bentz würdigt Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten beim Amtssitzwechsel in Herne
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
22.09.2026

Amtssitzwechsel gestartet: „Mitten unter euch“ im Westen des Erzbistums Paderborn

Wie bleibt Kirche nah, wenn ihre Strukturen größer werden? Erzbischof Dr. Bentz lebt und arbeitet eine Woche lang im Ruhrgebiet. Die Gespräche mit pastoralem Personal und Engagierten sowie ein Besuch bei den Karmelitinnen zeigen: Der Amtssitzwechsel ist ein wichtiges Dialogformat.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Kleinenberger Mysterienspiele

Die Mysterienspiele in Kleinenberg wollen so Ereignisse aus dem Leben Mariens, der Mutter Gottes, darstellen. Ein ganzes Dorf ist auf den Beinen, um eine 2.000 Jahre alte Geschichte zu erzählen.

Glaube, Tanz und Trommeln: So feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld ihr Gemeindefest

Wie feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld Gottesdienst? Beim Gemeindefest der afrikanischen Gemeinde in der Kirche Christkönig erleben wir einen Gottesdienst voller Musik, Gesang, Bewegung, Gebet und Gemeinschaft.

Schulstart mit Erzbischof Bentz an der Marienschule in Lippstadt

Gott schenkt uns Hoffnung. Gott gibt uns Mut im Leben. Gott schenkt uns Freude.“ Gründe wie diese, auf Gott zu vertrauen, gibt es viele. An ihrem dritten Schultag an der weiterführenden Schule haben rund 90 Marienschülerinnen und -schüler der fünften Jahrgangsstufe jetzt Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz empfangen.

KNA Newsticker

25. September 2026 14:26

Honig satt: Gute Ernte für Imker

Wachtberg (KNA) Trotz der Wetterextreme haben Deutschlands Imker im Sommer 2026 so viel Honig pro Volk geerntet wie noch nie. "Mit 39,5 Kilo Honig pro Bienenvolk fällt die diesjährige Ernte in Deutschland so gut aus wie selten zuvor. Sie übertrifft sogar das bisherige Rekordjahr 2025", teilte ...

Wachtberg (KNA) Trotz der Wetterextreme haben Deutschlands Imker im Sommer 2026 so viel Honig pro Volk geerntet wie noch nie. "Mit 39,5 Kilo Honig pro Bienenvolk fällt die diesjährige Ernte in Deutschland so gut aus wie selten zuvor. Sie übertrifft sogar das bisherige Rekordjahr 2025", teilte der Deutsche Imkerbund in Wachtberg bei Bonn am Freitag mit.

Vor allem im Norden und Osten lagen die Erträge über dem bundesweiten Durchschnitt, allen voran in den von Raps geprägten Regionen. Zugleich relativierten die Imker: "Die aktuellen Erntezahlen klingen erfreulich. Sie dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zahl der Bienenvölker sinkt und der Klimawandel die Imkerei vor zunehmende Herausforderungen stellt."

Der Klimawandel stellte die Bienenzüchter dieses Jahr vor große Herausforderungen, wie mitgeteilt wurde. "Ließ der ausgiebige Regen im Frühjahr die Vegetation noch üppig sprießen, zeigte sich im Sommer ein anderes Bild. Wo einst saftige Kleewiesen blühten, gab es vielerorts nur noch staubige, braune Flächen. Mancherorts brach die Nektar- und Pollenversorgung zusammen. Das erschwerte die Aufzucht der Winterbienen und damit die Vorbereitung der Völker auf die Winterzeit."

Darüber hinaus wird es den Angaben zufolge für Imkerinnen und Imker zunehmend schwieriger, Sortenhonige zu ernten, da sich die Blütezeiten wichtiger Nektar- und Honigtauquellen immer häufiger überschnitten. Da Honig ein reines Naturprodukt ist, hängt sein Geschmack vor allem von den Pflanzenarten ab, die die Bienen befliegen. "Der Deutsche Imkerbund fordert daher die Politik auf, sich vehementer gegen den Klimawandel einzusetzen. Dazu gehört auch ein verstärkter Ausbau einer klimafreundlichen Energieerzeugung, etwa durch Windkraft und Solarenergie."

25. September 2026 14:16

Beauftragte kritisiert Innenminister Schuster wegen Aussagen zu Asyl

Berlin (KNA) Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), hat den sächsischen Innenminister wegen dessen Äußerung zum Grundrecht auf Asyl scharf kritisiert. "Das Grundrecht auf Asyl muss geschützt werden", sagte Pawlik am Freitag in Berlin. "Wer politisch verfolgt w ...

Berlin (KNA) Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), hat den sächsischen Innenminister wegen dessen Äußerung zum Grundrecht auf Asyl scharf kritisiert. "Das Grundrecht auf Asyl muss geschützt werden", sagte Pawlik am Freitag in Berlin. "Wer politisch verfolgt wird und Schutz braucht, kann sich darauf verlassen, dass sein Anspruch auf Schutz individuell und rechtsstaatlich geprüft wird."

Verschiedene Medien hatten über einen Vier-Punkte-Plan von Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) berichtet. Demnach soll es statt des individuellen Anspruchs auf Asyl jährliche Kontingente geben. Schuster will den Zeitungen zufolge mit seinem Papier eine neue Asyl-Debatte eröffnen und darüber in den kommenden Wochen auch mit dem Bundesinnenministerium und den Länderministern beraten.

Pawlik betonte, Forderungen wie die Streichung des Grundrechts auf Asyl bedienten nur rechte Ressentiments. Sie erwarte vom sächsischen Innenminister, dass er sich nicht zu populistischen Debatten über Grundrechte hinreißen lasse. Menschenrechte dürften nicht von der jeweiligen politischen Stimmung abhängig gemacht oder zur politischen Verfügungsmasse werden. Die akute Überlastung vieler Kommunen bei der Unterbringung habe sich bis heute spürbar entspannt. "Was unsere Städte und Gemeinden wirklich brauchen, ist Unterstützung bei der Integration der zu uns kommenden Menschen vor Ort und funktionierende und ausfinanzierte Integrationsinfrastruktur", so Pawlik.

25. September 2026 13:55

Nach Chats mit Remmo-Clan: Ramelow fordert Konsequenzen von Kocak

Berlin (KNA) Bundestagsvizepräsident und Linken-Politiker Bodo Ramelow hat seinen Parteikollegen Ferat Kocak zu Konsequenzen aufgefordert. Kocak müsse seine Verbindungen zum Remmo-Clan, einer Gruppe der organisierten Kriminalität in Berlin, aufklären. Das sagte Ramelow der Tageszeitung "taz" ...

Berlin (KNA) Bundestagsvizepräsident und Linken-Politiker Bodo Ramelow hat seinen Parteikollegen Ferat Kocak zu Konsequenzen aufgefordert. Kocak müsse seine Verbindungen zum Remmo-Clan, einer Gruppe der organisierten Kriminalität in Berlin, aufklären. Das sagte Ramelow der Tageszeitung "taz". Zuvor wurden Chats des Bundestagsabgeordneten Kocak mit dem Sohn des Clanchefs Issa Remmo veröffentlicht.

Ebenso kritisiert wird die Nähe Kocaks zu Ibrahim Ibrahim, einem Aktivisten des "Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees". Die Gruppe wird vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft und steht der Terrororganisation Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) nahe. "Wer Israel eliminieren will wie die PFLP, darf für die Linke kein Gesprächspartner und kein Freund sein", so Ramelow.

Überdies empfiehlt der frühere thüringische Ministerpräsident seiner Partei, angesichts der derzeitigen "Kampagne" gegen eine mögliche Berliner Regierung aus Linken, SPD und Grünen ruhig zu bleiben. "Ja, es ist eine Kampagne, und die arbeitet mit Doppelstandards. Aber es hilft nichts, sich darüber zu beklagen, dass der Remmo doch auch mal bei der CDU zu Gast war. Das wird nichts nutzen."

Die Linke dürfe sich selbst keine Doppelstandards erlauben: "Wir können nicht andere Parteien kritisieren, wenn sie Gewalt tolerieren, aber schweigen, wenn so etwas bei uns passiert. Wir sind doch eine antimilitaristische Partei."

Ramelow bezeichnete die Wahl in Berlin als ein "Aufbruchssignal". Er forderte seine Partei auf, Elif Eralp bei ihren Bemühungen zu unterstützen, Regierende Bürgermeisterin zu werden. "Ich kann Elif nur ermutigen, jeden Tag die Kraft zu haben, das alles nicht persönlich zu nehmen." Eralp brauche jetzt die Unterstützung der ganzen Partei. "Der aktive Zuspruch aus der Bundestagsfraktion ist mir noch zu gering, da muss mehr kommen."

25. September 2026 13:52

"Wie würden Sie entscheiden?" - ZDF-Rechtsexperte Töpper gestorben

Mainz (KNA) Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer kennen ihn aus der beliebten Fernsehsendung "Wie würden Sie entscheiden?" - der ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper ist tot. Wie der Sender am Freitag in Mainz mitteilte, starb Töpper am Donnerstag mit 81 Jahren. In den Jahren 1990 bis 2000 m ...

Mainz (KNA) Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer kennen ihn aus der beliebten Fernsehsendung "Wie würden Sie entscheiden?" - der ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper ist tot. Wie der Sender am Freitag in Mainz mitteilte, starb Töpper am Donnerstag mit 81 Jahren.

In den Jahren 1990 bis 2000 moderierte er im Zweiten die Sendung, in der reale Gerichtsverfahren im Studio vor Publikum noch einmal verhandelt wurden, zumeist am frühen Abend im Programm. Damals trat Töpper die Nachfolge von Gerd Jauch an, der das Format 1974 erfunden hatte. Richter, Ankläger und Anwälte waren echt. Andere Rollen übernahmen Schauspieler. Die Menschen aus dem Studiopublikum durften abstimmen, wie sie urteilen würden. Das Spektrum war groß: Erbschleicher, Krankmeldungen oder Sportunfälle.

Die Sendung lebte davon, dass sie einen Abgleich ermöglichte, inwieweit das Rechtsempfinden des Publikums von der Rechtsprechung im echten Justizalltag abwich. Ab 1993 moderierte Bernhard Töpper zudem das Magazin "Recht brisant" im ZDF und auf 3sat.

ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten würdigte Töpper als kompetenten "Dolmetscher des Rechts". "Er hat den Zuschauerinnen und Zuschauern die Komplexität des Rechts nachvollziehbar erklärt und eingeordnet", betonte sie. Er habe das ZDF-Programm über Jahrzehnte besonders geprägt. Töpper leitete von 1984 bis zu seinem Ausscheiden beim ZDF 2009 die Fachredaktion Recht und Justiz.

25. September 2026 13:44

Stolpersteine-Erfinder Demnig kritisiert Verlege-Verbot in Heidenau

Berlin/Heidenau (KNA) Der Künstler und Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig hat kein Verständnis für das vom Stadtrat im sächsischen Heidenau beschlossene Verbot zur Neuverlegung von Stolpersteinen im Andenken an NS-Opfer. "Sehr erstaunt bin ich eigentlich nach den Aussagen der AfD zum Thema ...

Berlin/Heidenau (KNA) Der Künstler und Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig hat kein Verständnis für das vom Stadtrat im sächsischen Heidenau beschlossene Verbot zur Neuverlegung von Stolpersteinen im Andenken an NS-Opfer. "Sehr erstaunt bin ich eigentlich nach den Aussagen der AfD zum Thema deutsche Vergangenheit nicht", sagte er am Freitag auf Anfrage. "Allerdings ist das Verhalten der CDU mehr als daneben - das passt nicht zum C."

Der Stadtrat hatte am Donnerstagabend mehrheitlich für einen Antrag gestimmt, dass künftig keine weiteren Stolpersteine im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich verlegt werden. Stattdessen soll das Gedenken vorzugsweise auf dem Nordfriedhof stattfinden.

Den Antrag hatten Vertreter der AfD, der CDU und der Bürgerinitiative Oberelbe gestellt. In der Begründung hieß es, Bürger, Angehörige und Initiativen empfänden die Stolpersteine teilweise als unangemessene Form des Gedenkens. Zudem seien die Stolpersteine zeitweise durch Laub, Schmutz oder Schnee verdeckt, man gehe über sie "vielleicht gedankenlos" hinweg.

Demnig bezeichnete diese Argumentation als "eine einzige Lüge". Sein Verlegeplan für weitere Stolpersteine sei bereits bis Ende 2027 fertig: "Wir sind ausgebucht und das Interesse ist ungebrochen." Er kritisierte: "Das Gedenken auf den Friedhof verbannen ist natürlich sehr praktisch - möglichst weit weg. Aus den Augen, aus dem Sinn." Auch kann er das Argument, dass man gedankenlos über die Steine laufe, nicht nachvollziehen: "Diese Damen und Herren, die den Beschluss gefasst haben, dürften den Petersdom nie wieder betreten. Man muss ja über die Gräber laufen."

Demnig hatte die erste Gedenktafel aus Messing 1992 vor dem Kölner Rathaus verlegt. Die Stolpersteine gelten als das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Inzwischen verlegte Demnig über 100.000 Stolpersteine. Sie erinnern in über 1.200 deutschen Kommunen und weiteren 30 Ländern an NS-Opfer vor deren früherem Wohn- oder Wirkungsort: Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, an Menschen mit Behinderung und politisch oder religiös Verfolgte.

25. September 2026 13:41

Prien hält trotz Kritik an Reform der Kinder- und Jugendhilfe fest

Berlin (KNA) Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat die geplante Reform der Kinder- und Jugendhilfe verteidigt. Strukturelle Änderungen seien notwendig, weil die Kosten und die Bedarfe stiegen und zugleich die nötigen Fachkräfte fehlten, sagte Prien am Freitag im Bundesrat. Die Bundes ...

Berlin (KNA) Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat die geplante Reform der Kinder- und Jugendhilfe verteidigt. Strukturelle Änderungen seien notwendig, weil die Kosten und die Bedarfe stiegen und zugleich die nötigen Fachkräfte fehlten, sagte Prien am Freitag im Bundesrat.

Die Bundesregierung hatte den Gesetzentwurf bereits im August auf den Weg gebracht. Er befindet sich nun im parlamentarischen Verfahren. Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums soll die Reform die Kinder- und Jugendhilfe einfacher machen und Kosten sparen. Weitere Änderungen sollen demnach in einem zweiten Reformteil später kommen.

Prien ging auf einzelne geplante Änderungen ein - etwa bei Kindern mit Assistenzbedarf. Künftig sollten Poollösungen die Regel sein, bei denen sich mehrere Kinder eine Assistenz teilen müssten, so die Ministerin. Es sei auch nicht hilfreich, wenn sich in einem Klassenzimmer "eine ganze Reihe von Hilfen" befänden. Individuelle Hilfen sollten aber weiterhin möglich sein, so Prien.

Bereits im Vorfeld hatten Verbände vor allem die Poollösungen heftig kritisiert. Auch einzelne Bundesländer warben für Änderungen in dem bisherigen Entwurf.

Berlins Familiensenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) bemängelte, dass der angestrebte inklusive Ansatz, bei dem Hilfen für Kinder mit und ohne Behinderungen unter einem Dach geregelt würden, in dem vorliegenden Entwurf nicht verwirklicht werde. Berlin lebe schon diesen inklusiven Ansatz, sie verstehe, dass einige Bundesländer mehr Zeit benötigten. Das dürfe aber nicht bedeuten, auf das Ziel zu verzichten. Nötig seien ein verbindlicher Fahrplan und eine verlässliche Perspektive für die Finanzierung.

Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa sagte auf Anfragen, sie befürchte, dass bei der Reform das Verständnis von der Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips verloren gehe. Seit mehr als 100 Jahren gelte in der Kinder- und Jugendhilfe die Erstzuständigkeit der Familie einerseits, der Vorrang der freien Wohlfahrtspflege vor staatlichen Angeboten andererseits. Das bedeute grundsätzlich, dass politische Entscheidungen und gesellschaftliche Aufgaben auf derjenigen Ebene wahrgenommen werden, die den Menschen am nächsten sei.

Fortschritte bei der Inklusion und Kostenersparnisse dürften nicht mit Einschnitten in das Subsidiaritätsprinzip erkauft werden. Sie sprach sich deshalb für eine Verschiebung der ersten Stufe der Reform aus. Es brauche die aktive Mitwirkung der freien Träger. "Ohne sie ist für Kinder und Jugendliche keine Stärkung der Selbstwirksamkeit und der Zukunftsperspektiven zu erreichen", so die Caritas-Präsidentin.

Unter Subsidiaritätsprinzip versteht man das Prinzip, nach dem eine höhere staatliche oder gesellschaftliche Einheit erst dann helfend eingreifen und Funktionen an sich ziehen darf, wenn die Kräfte der untergeordneten Einheit nicht ausreichen, die Funktion wahrzunehmen.

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